Minijob-Stundenrechner: Wie viele Stunden im Minijob?
Rechne aus, wie viele Stunden du bei deinem Stundenlohn im Minijob arbeiten kannst, pro Monat und im Durchschnitt pro Woche. Der Rechner nimmt die Minijob-Grenze des gewählten Jahres.
So rechnest du
Für den Minijob zählt nicht die Zahl der Stunden, sondern der Verdienst. Teile die Minijob-Grenze des Monats durch deinen Stundenlohn brutto, dann hast du die Stunden pro Monat. Teilst du sie durch 13/3, die Wochen eines durchschnittlichen Monats, hast du die Stunden pro Woche.
Beispiel: Lisa arbeitet 2026 in einem Café und bekommt 15,00 € pro Stunde. Die Grenze liegt bei 603 € im Monat. Geteilt durch ihren Stundenlohn ergibt das 40,20 Stunden, also 40:12 Stunden im Monat. Pro Woche sind das im Durchschnitt 9:16 Stunden.
Wer genau den Mindestlohn bekommt, kommt auf diese Stunden:
| Jahr | Mindestlohn | Grenze im Monat | Stunden im Monat |
|---|---|---|---|
| 2026 | 13,90 € | 603 € | 43:22 |
| 2027 | 14,60 € | 633 € | 43:21 |
In Stunden und Minuten, auf ganze Minuten abgerundet.
Pro Woche sind es zum Mindestlohn genau 10 Stunden, weil die Grenze so berechnet wird. § 8 Abs. 1a SGB IV sagt: „Sie wird berechnet, indem der Mindestlohn mit 130 vervielfacht, durch drei geteilt und auf volle Euro aufgerundet wird.“ Hinter 130 durch 3 stecken 10 Wochenstunden mal 13/3. Weil die Grenze mit dem Mindestlohn steigt, bleiben die Stunden zum Mindestlohn von Jahr zu Jahr fast gleich.
Es zählt der Durchschnitt im Jahr
Ein Minijob liegt vor, wenn dein Verdienst regelmäßig nicht über der Grenze liegt. Die Minijob-Zentrale schreibt: „Sie dürfen durchschnittlich im Monat nicht mehr als 603 Euro verdienen. Auf ein Jahr gerechnet sind das bis zu 7.236 Euro.“ Ein Monat darf also über der Grenze liegen, wenn ein anderer darunter liegt und der Verdienst im Jahr nicht mehr als 7.236 € beträgt. 2027 sind es 7.596 €, zwölfmal 633 €. Der Rechner zeigt deshalb auch die Stunden im Jahr.
Weihnachts- oder Urlaubsgeld zählt mit, wenn es vorhersehbar ist, und verkürzt die Stunden, die übrig bleiben. Der Rechner rechnet es nicht ein. Steuerfreie Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit zählen nicht. Mehr dazu steht im Ratgeber zur Minijob-Grenze.
Wenn die Grenze unvorhersehbar überschritten wird
Musst du unerwartet einspringen, etwa für eine kranke Kollegin, kann ein Monat deutlich höher ausfallen. § 8 Abs. 1b SGB IV sagt dazu: „Ein unvorhersehbares Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze steht dem Fortbestand einer geringfügigen Beschäftigung nach Absatz 1 Nummer 1 nicht entgegen, wenn die Geringfügigkeitsgrenze innerhalb des für den jeweiligen Entgeltabrechnungszeitraum zu bildenden Zeitjahres in nicht mehr als zwei Kalendermonaten um jeweils einen Betrag bis zur Höhe der Geringfügigkeitsgrenze überschritten wird.“
In höchstens zwei solchen Monaten eines Zeitjahres darf der Verdienst also bis zum Doppelten der Grenze reichen: 1.206 € im Jahr 2026, 1.266 € im Jahr 2027. Das gilt nur, wenn das Überschreiten nicht vorhersehbar war. Liegt der Verdienst regelmäßig über der Grenze, ist die Beschäftigung kein Minijob mehr. Ausgezahlte Überstunden zählen ebenfalls zum Verdienst. Was sie wert sind, zeigt der Überstundenrechner.
Lohn unter dem Mindestlohn
Der Rechner beginnt mit dem Mindestlohn des gewählten Jahres. Liegt der Stundenlohn darunter, zeigt er keine Stunden, sondern einen Hinweis mit dem Betrag und § 1 MiLoG. Für wen der Mindestlohn nicht gilt, etwa für Auszubildende, regelt § 22 MiLoG. Wie sich dein Stundenlohn aus einem Monatsgehalt ergibt, rechnet der Stundenlohnrechner aus.
Wie der Rechner rundet
Die Stunden sind auf ganze Minuten abgerundet, die Dezimalstunden auf zwei Stellen, damit der Verdienst nicht über der Grenze landet. Zum Mindestlohn von 13,90 € bringen 43:22 Stunden 602,80 €. Eine Minute mehr wären schon 603,03 €, mehr als 603 €. Beträge rundet der Rechner auf den Cent, ab einem halben Cent nach oben.
Deine Arbeitszeit mit Pausen rechnet der Arbeitszeitrechner aus. Wochenstunden in Monatsstunden rechnet der Rechner für Arbeitsstunden pro Monat um.
Häufige Fragen
Wie viele Stunden im Monat darf ich im Minijob arbeiten?
Eine feste Stundengrenze gibt es nicht. Es zählt der Verdienst: im Durchschnitt höchstens 603 € im Monat (2026). Wie viele Stunden das sind, hängt vom Stundenlohn ab. Zum Mindestlohn von 13,90 € sind es 43:22 Stunden im Monat, bei 15,00 € sind es 40:12 Stunden.
Wie viele Stunden pro Woche sind im Minijob möglich?
Zum Mindestlohn im Durchschnitt 10:00 Stunden pro Woche. So ist die Grenze gebaut: Nach § 8 Abs. 1a SGB IV entspricht sie 10 Wochenstunden zum Mindestlohn. Bei einem höheren Stundenlohn sind es weniger, bei 15,00 € zum Beispiel 9:16 Stunden. Einzelne Wochen dürfen länger sein, wenn der Monat unter der Grenze bleibt.
Wie viele Stunden darf man 2026 und 2027 im Minijob arbeiten?
2026 liegt die Grenze bei 603 € im Monat, zum Mindestlohn von 13,90 € sind das 43:22 Stunden. 2027 steigt sie auf 633 €, zum Mindestlohn von 14,60 € sind das 43:21 Stunden. Weil die Grenze mit dem Mindestlohn steigt, bleiben die Stunden zum Mindestlohn fast gleich.
Wie viele Stunden pro Tag darf ich im Minijob arbeiten?
Eine eigene Tagesgrenze hat der Minijob nicht. Für die Arbeitszeit gilt das Arbeitszeitgesetz: höchstens 8 Stunden pro Werktag, bis zu 10 Stunden, wenn im Durchschnitt von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen 8 Stunden pro Werktag nicht überschritten werden. Für Beschäftigte unter 18 gilt stattdessen das Jugendarbeitsschutzgesetz mit engeren Grenzen, für Schülerinnen und Schüler oft nur wenige Stunden am Tag. Für den Minijob selbst zählt nur, ob der Verdienst im Durchschnitt die Grenze nicht übersteigt.
Minijob mit 520 € (bis 2023): Wie viele Stunden sind es heute?
Die Grenze von 520 € galt von Oktober 2022 bis Dezember 2023. Seitdem ist sie mit dem Mindestlohn gestiegen, 2026 liegt sie bei 603 € und 2027 bei 633 €. Rechne deshalb mit der Grenze des Jahres, für das du die Stunden wissen willst.
Keine Rechtsberatung. Hier werden die gesetzlichen Regeln allgemein erklärt. Für deinen Einzelfall helfen dir zum Beispiel der Betriebsrat, deine Gewerkschaft oder eine Anwältin oder ein Anwalt für Arbeitsrecht.